Die «SP-Gruppe Berggebiete», meist als «Alpensozis» bezeichnet, wurde 2017 gegründet. Sie bestehen aus den zehn SP-Kantonalparteien Bern, Glarus, Graubünden, Schwyz, Tessin, Uri, Wallis, Ob- und Nidwalden sowie Appenzell-Innerrhoden. Gemeinsam geben sie den Anliegen der Berggebiete innerhalb der SP und in der nationalen Politik eine starke Stimme.

Die Alpensozis sind überzeugt: Die Berggebiete bieten grosse Chancen, stehen aber zugleich vor grossen Herausforderungen. Diese lassen sich am besten gemeinsam und über Kantons- und Sprachgrenzen hinweg angehen. Fortschrittliche Kräfte in den Alpen, auf dem Land, in den Städten und Agglomerationsgebieten sind aufeinander angewiesen. Eine soziale und ökologische Politik, die die unterschiedlichen Voraussetzungen der Regionen berücksichtig, ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum.
Austausch über Kantonsgrenzen
In vielen Bergkantonen ist dieses politische Netzwerk besonders wertvoll. Sozialdemokratische Politiker:innen bewegen sich meist in einem Umfeld, in dem andere politische Kräfte deutlich stärker vertreten sind. Ihre Positionen werden deshalb oft besonders kritisch diskutiert. Umso wichtiger ist der Austausch über Kantonsgrenzen hinweg und die Möglichkeit, erfolgreiche politische Ansätze miteinander zu teilen.
Die Delegierten der Kantonalparteien der SP-Gruppe Berggebiete treffen sich mehrmals jährlich, in der Regel online, um sich zu aktuellen politischen Fragen auszutauschen, und gemeinsam Positionen und Lösungsansätze für eine wirkungsvolle linke Politik im Berggebiet zu entwickeln. Sie nehmen auch Stellung zu nationalen Vorlagen und beurteilen deren Auswirkungen auf die Berggebiete. In den vergangenen Jahren standen unter anderem die Energiepolitik und die Gesundheitsversorgung im Zentrum. Aktuell beschäftigen sich die Alpensozis mit der Wohnraumpolitik, dem alpenquerenden Transitverkehr und dem Freizeitverkehr.
Exkursion ins Haslital
Ein besonderer Höhepunkt ist die jährliche Exkursion – selbstverständlich im Alpenraum. 2026 führt sie am 18. und 19. September unter dem Titel «Nationale Infrastrukturen im Berggebiet – Freud und Leid» ins Berner Oberland ins Haslital. Gastgeber ist Alpensozi und Grossrat Daniel Studer, der als Gemeindepräsident von Meiringen amtet. Kaum eine Region eignet sich besser um dieses Spannungsfeld sichtbar zu machen: Im Haslital treffen Energieproduktion und Übertragungsleitungen, bedeutende Infrastrukturen sowie militärische Anlagen wie der Militärflugplatz unmittelbar auf den Alltag der Bevölkerung. Auf dem Programm stehen Referate, ein Besuch der Kraftwerke Oberhasli, eine Diskussionsrunde und natürlich auch ein geselliger Teil. Von der SP Kanton Bern werden die Präsidentin Manuela Kocher-Hirt sowie die beiden Nationalrätinnen Ursula Zybach und Andrea Zryd anwesend ein.
Weitere Informationen wie Link auf Website der SP-Gruppe Berggebiete mit dem «Manifest» von 2020 und Positionspapieren sowie Kontaktangabe findet ihr unter: https://spbe.ch/partei/alpensozis/
Daniel Studer, Grossrat und Alpensozi