Die SP-JUSO-Fraktion setzt sich für eine Gesundheitsversorgung ein, die für alle Menschen im Kanton Bern zugänglich, qualitativ hochstehend und möglichst wohnortsnah ist. In der momentan laufenden Session kamen wichtige Geschäfte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege, zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Geburtshilfe und zur Stärkung der Suizidprävention zur Abstimmung.
Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen. Die Pflegeinitiative wurde 2021 im Kanton Bern mit 64 Prozent deutlich angenommen. Gleichzeitig herrscht im Pflegebereich weiterhin ein Fachkräftemangel. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf. Die SP-JUSO-Fraktion forderte deshalb in der Motion «Perspektiven für das Berner Bildungspersonal verbessern» den Anschluss von Spitälern, Langzeitpflege und Spitex an bestehende Gesamtarbeitsverträge. Die bürgerliche Mehrheit im Kantonsparlament lehnte diesen Vorstoss in der Herbstsession allerdings ab. Parteipräsidentin Manuela Kocher sagt dazu: «Wer eine gute Gesundheitsversorgung will, muss auch in gute Arbeitsbedingungen investieren. Der Grosse Rat sendet hier ein falsches Signal.»
Bei Schwangerschaft und Geburt darf der Wohnort nicht über die Versorgung entscheiden. Die Schliessung von Geburtsabteilungen hat in verschiedenen Regionen wohnortsnahe Angebote reduziert. Die SP-JUSO unterstützt deshalb eine umfassende Analyse der geburtshilflichen Versorgung im ganzen Kanton. Dabei muss die Versorgungskette, regionale Unterschiede und Wegzeiten sowie unterschiedliche Modelle wie Geburtshäuser und hebammengeleitete Angebote angeschaut werden. Der Vorstoss wurde punktweise als Postulat überwiesen, das Vorhandensein und die Erreichbarkeit einer guten Versorgung für Gebärende soll nun in allen Regionen des Kantons geprüft werden.
Psychische Gesundheit ist ein wichtiger Teil der Grundversorgung. Hier konnte SP-Grossrätin Valentina Achermann mit ihrem breit getragenen Vorstoss «Stärkung der Suizidprävention im Kanton Bern» einen wichtigen Erfolg feiern: Alle drei Forderungen wurden als Postulat überwiesen. Der Regierungsrat soll nun eine kantonale, direktionsübergreifende Gesamtstrategie für Suizidprävention prüfen, bestehende Versorgungslücken analysieren und Massnahmen zu deren Schliessung aufzeigen. Zudem soll geprüft werden, wie die Datengrundlage für Prävention, Planung und Evaluation verbessert werden kann. Valentina Achermann freut sich: «Der Grosse Rat hat den Handlungsbedarf in der Suizidprävention erkannt. Jetzt geht es darum, die bestehenden guten Angebote besser zu koordinieren, Versorgungslücken gezielt anzugehen und die Prävention auf eine verlässliche Datengrundlage abzustützen.»
Für die SP-JUSO zeigen alle drei Geschäfte dasselbe: Eine gute Gesundheitsversorgung braucht genügend Fachpersonal, gute Arbeitsbedingungen und eine vorausschauende Versorgungsplanung. Gerade in einem geografisch grossen und vielfältigen Kanton wie Bern muss der Zugang zu Gesundheitsleistungen für alle gewährleistet sein – unabhängig vom Wohnort.
Fraktionspräsident Stefan Jordi betont: «Die SP-JUSO-Fraktion fordert eine starke Pflege, umfassende geburtshilflichen Versorgungsplanung und wirksamen Suizidprävention. Denn wir setzen uns ein für eine Gesundheitsversorgung, die den Menschen im ganzen Kanton dient.»
Weitere Informationen
Manuela Kocher Hirt, Parteipräsidentin, 079 373 21 51
Valentina Achermann, Grossrätin, 079 233 76 68
Stefan Jordi, Fraktionspräsident, 079 693 36 80