Die Geburtshilfe muss als Grundversorgung in der Region bleiben

Die kommunizierte Verlegung der Geburtenstation aus dem Spital Frutigen nach Interlaken ist eine weitere Verschlechterung der Gesundheitsversorgung für Gebärende in den peripheren Regionen des Kantons. Die Geburtshilfe gehört zu einem Grundversorgungsangebot und darf dabei nicht zum Spielball von finanzpolitischen Überlegungen werden. Der Regierungsrat muss geeignete Massnahmen für eine gute Gesundheitsversorgung im gesamten Kanton darlegen.


Die heute kommunizierte Verschiebung der Geburtenstation von Frutigen nach Interlaken per 1. April ist ein Schock und wird von der SP Kanton Bern sehr bedauert. Mit der geplanten Verschiebung sind Schwangere und insbesondere Gebärende mit Risikosituationen einer deutlichen Verschlechterung ausgesetzt, die unter Umständen lebensbedrohlich werden kann.

Noch in der Frühlingssession hatte Grossrätin Beatrix Hurni eine Motion zum Spital Frutigen eingereicht. Sie forderte darin den Erhalt des Spitals Frutigen und des bisherigen Leistungsangebots, konkret auch der Geburtshilfestation. Zur heute kommunizierten Verschiebung sagt Beatrix Hurni: «Die Schliessung der Geburtenabteilung bedaure ich sehr, bin jedoch zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit der FMI AG, dem Kanton und den betroffenen Gemeinden eine starke integrierte Gesundheitsversorgung aufbauen können. Ein erster wichtiger Schritt ist bereits mit dem Ausbau der psychiatrischen Versorgung und des Notfalls vorgesehen.»

Die SP Kanton Bern nimmt die langfristige Entwicklung der Gesundheitsversorgung im gesamten Kanton mit grosser Sorge zur Kenntnis. Es wird zunehmend deutlich, welche Auswirkungen der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen für die Menschen im Kanton Bern hat. Der Regierungsrat ist nun gefordert, genügend Mittel bereitzustellen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Denn es geht nicht an, dass aus finanziellen Überlegungen die Gesundheitsversorgung in peripheren Gebieten derart reduziert wird. Manuela Kocher Hirt, Vizepräsidentin der SP Kanton Bern stellt klar: «Die SP Kanton Bern fordert den Regierungsrat auf, seine Pflicht wahrzunehmen und mit attraktiven Arbeitsbedingungen die Gesundheitsversorgung im ganzen Kanton zu sichern.»

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