Strahlung und Krebsfälle beim AKW Mühleberg: SP fordert schnellen Start eines Krebsregisters

Die SP-Grossrätin Annemarie Burkhalter-Reusser hat bereits 2006 und 2008 ein Krebsregister gefordert, damit die Ursachen der Krebs-Erkrankungen besser erforscht und Präventionsmassnahmen getroffen werden können. Der Grosse Rat hat dem Anliegen zweimal zugestimmt, jetzt muss die Verwaltung dringend die Umsetzung in die Hand nehmen. Die AKW-Betreiber sollen sich an den Kosten beteiligen, schliesslich liegt es auch in ihrem Interesse, dass in Zukunft wissenschaftliche Vergleichszahlen zu den Krebsfällen in der Nähe von AKW zur Verfügung stehen. Bereits 13 Kantone haben ein Krebsregister. Ausgerechnet die drei AKW-Standortkantone Bern, Solothurn und Aargau führen aber noch keine solchen Register. Gerade hier wäre in Hinblick auf die Krebshäufigkeit in der Nähe von AKW eine wissenschaftliche Erfassung der Krebsfälle dringend nötig. In Deutschland zeigten beispielsweise Studien, dass bei Kindern in der Nähe von AKW eine höhere Krebsgefährdung festgestellt werden kann. Die SP Kanton Bern hat in zwei Vorstössen bereits 2006 und 2008 ein solches Krebsregister für Bern – wenn möglich in Zusammenarbeit mit Aargau und Solothurn gefordert. Der Grosse Rat hat dem Anliegen zugestimmt. Für die SP-Grossrätin Annemarie Burkhalter-Reusser ist es höchste Zeit für die Umsetzung: «Wir können im Interesse einer sinnvollen Vorbeugung von Krebsfällen nicht länger warten. Der Kanton muss bis spätestens Anfang 2010 ein Krebsregister zu führen beginnen. Damit können in Zukunft auch seriöse Aussagen über die Gefährdung im Umkreis des AKW Mühleberg gemacht werden.» BKW und weitere AKW-Betreiber sollen sich an den Kosten beteiligen Damit die Krebsregister in den AKW-Kantonen schnell eingeführt werden können und nicht infolge mangelnder Finanzierung verzögert werden, fordert die SP Kanton Bern von der BKW und den weiteren AKW-Betreibern eine Beteiligung an den Kosten. Schliesslich liegt es im Eigeninteresse der Betreiber wissenschaftliche Vergleichszahlen für die Krebsfälle in der Nähe von AKW zur Verfügung zu haben.

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